In Amerika wirbelt die Sturmsaison nochmals kräftig die politische Landschaft auf. Knapp einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen wird die südliche Ostküste des Landes von mehreren Hurrikans heimgesucht. Hurrikan Helene verwüstete Ende September ganze Landstriche im wichtigen Swing State North Carolina. Hunderte Menschen verloren ihr Leben. Damit war es der tödlichste Hurrikan, der das amerikanische Kernland traf, seit Hurrikan Katrina im Jahr 2005. Nun, wenige Wochen nach dem Naturdesaster, bedroht ein weiterer Sturm die USA. Hurrikan Milton wird Florida voraussichtlich hart treffen. Es wurde bereits eine weiträumige Evakuierung in Florida angeordnet. Bereits vor dem Eintreffen des Desasters wird der Hurrikan aber politisiert.
Die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, versucht sich im Vorfeld der Vorbereitungen auf den Hurrikan als Krisenmanagerin zu profilieren. In ihrer Rolle als Vizepräsidentin soll sie nach eigener Aussage versucht haben, den republikanischen Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, über die Lage zu erreichen. Dieser habe ihre Anrufe allerdings ignoriert, so Harris. Im Gespräch mit Medienvertretern warf Harris dem Gouverneur am Montag vor, dass er die Tragödie des Hurrikans politisieren würde. „Politische“ Spiele seien in einem solchen Fall unangebracht.
Harris‘ Chef und der Mann, der von ihr als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten ersetzt wurde, US-Präsident Joe Biden, lieferte allerdings fast gleichzeitig zu Harris‘ Angriff auf DeSantis einen Tweet, den man dazu fast wie einen kleinen Seitenhieb gegen seine Vizepräsidentin verstehen könnte. Auf dem offiziellen X-Account des Präsidenten schrieb Biden, dass er mit DeSantis gesprochen habe. Dabei sicherte er ihm seine Unterstützung zu.
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