Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat am Donnerstag die Steuerschätzung der Experten vom Arbeitskreis Steuerschätzung für die kommenden Jahre herausgegeben – demnach werden laut Finanzministerium allein im kommenden Jahr 10,1 Milliarden Euro an erwarteten Steuereinnahmen für den Bund wegfallen. Dabei geht es jedoch vor allem um von Klingbeil eingeplante Steueränderungen, die, obwohl noch nicht beschlossen, bereits eingeplant wurden.
Im laufenden Jahr beträgt der Einruch bei den Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen sogar 17,8 Milliarden Euro. Bis 2030 beträgt der Steuerausfall sogar rund 87,5 Milliarden Euro. Allgemein steigen die Steuereinnahmen dabei kontinuierlich: von 998,7 Milliarden Euro aktuell auf 1033,3 Milliarden im nächsten Jahr und auf 1138 Milliarden Euro im Jahr 2030 – die Steigerungen fallen jedoch geringer aus, als bislang erwartet.
Der Bundesfinanzminister schiebt die geringen Steuereinnahmen auf globale Probleme: „Die heutige Steuerschätzung zeigt, wie sehr uns der Irankrieg wirtschaftlich schadet.“ Denn begründet werden die verminderten Steuereinnahmen mit der schleppenden Konjunktur, die man in der Bundesregierung gerne auf den Irankrieg, die Blockade der Straße von Hormus und die daraus resultierende Behinderung des Welthandels schiebt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











