Der Berliner Verein Dick & Dünn e.V., seit Jahrzehnten Anlaufstelle und Beratungszentrum für Menschen mit Essstörungen, hat mit einem Instagram-Beitrag für Aufmerksamkeit gesorgt. In dem Posting unter der Überschrift „Warum das Patriarchat Frauen dünn will“ wird ein direkter Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Schönheitsnormen, wirtschaftlichen Interessen und patriarchaler Unterdrückung von Frauen behauptet.
Darin heißt es unter anderem, dünne Frauen nähmen „weniger Raum ein (körperlich und innerlich)“. Zudem würden Frauen, die lernen, ihren Körper „zu schrumpfen“, auch lernen, „sozial zu schrumpfen“ – also „leiser zu sein, weniger fordernd, weniger frei“.
Besonders problematisch seien auch Diäten. Diese würden Frauen in erster Linie von wichtigeren Fragen, insbesondere politischen Kämpfen, ablenken. Eine Frau, die sich obsessiv mit ihrem Gewicht beschäftige, habe „weniger Kapazität, sich mit ihrem Gehalt, ihren Rechten oder ihrer Kraft zu beschäftigen“, heißt es.
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