Der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes für den Schutz Kritischer Infrastruktur (BSKI), Hans-Walter Borries, möchte einen Blackout in Deutschland, wie er sich Anfang der Woche auf der iberischen Halbinsel ereignete, nicht vollständig ausschließen. Darüber berichtet Table.Media. Auf Anfrage des Portals hat Borries mitgeteilt, dass ein solcher großflächiger Stromausfall „vielleicht nur zu 98 Prozent“ ausgeschlossen werden könne.
Angesichts dessen fordert der BSKI von der Bundesregierung eine Umsetzung des KRITIS-Gesetzes und des NIS2-Umsetzungsgesetzes. Beide Gesetze sollen die kritische Infrastruktur in Deutschland vermehrt vor Cyberangriffen schützen. Beide Gesetze wurden bislang aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahl nicht durch den Bundestag beschlossen. Offenbar sieht der BSKI auch eine Gefahr eines Cyberangriffs; beim Blackout am Montag kann ein solcher Angriff jedoch bereits ausgeschlossen werden – offenbar ist eine Überbelastung durch Erneuerbare Energien dafür verantwortlich.
Auch die Bundesnetzagentur möchte, auf Anfrage von The Pioneer einen längeren und weitläufigen Stromausfall nicht ausschließen: „Ein großflächiger, langanhaltender Blackout“ sei in Deutschland lediglich „unwahrscheinlich“, heißt es.
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