Die saisonale Entlastung am Arbeitsmarkt bleibt in diesem Frühjahr weitgehend aus. Typischerweise geht die Arbeitslosigkeit aufgrund der sogenannten „Frühjahrsbelebung“ zurück – in diesem April hat es aber nur einen schwachen Schub gegeben. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen um 13.000 auf 3,008 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das jedoch einen Anstieg um 77.000 Personen.
Die Arbeitslosenquote verharrt bei 6,4 Prozent und liegt damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. BA-Chefin Andrea Nahles sprach selbst von einer ausbleibenden Trendumkehr: „Eine Trendumkehr am Arbeitsmarkt ist noch nicht in Sicht“, sagte sie. „Die Frühjahrsbelebung fällt auch im April schwach aus.“
Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelt sich rückläufig. Im April waren 641.000 offene Stellen gemeldet – 5.000 weniger als vor einem Jahr. Die Bundesagentur bewertet dies dennoch als Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Rund 1,07 Millionen Leistungsbezieher erhielten Arbeitslosengeld, ein Plus von 93.000 im Jahresvergleich. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldempfänger belief sich hochgerechnet im April auf 3,826 Millionen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











