Das Kirchenasyl verhindert zunehmend die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern in Deutschland. Nach Zahlen vom Bund und dem Land NRW sind die Fallzahlen an Kirchenasyl in Nordrhein-Westfalen 2023 auf 590 gestiegen. 2020 waren es nur 130, im Jahr darauf 245 und anschließend 390 Fälle.
„Pro Tag erhalten wir 20 bis 25 Anfragen von Menschen, die akut von Abschiebung bedroht sind“, sagte der Theologe Benedikt Kern vom „Ökumenischen Netzwerk Asyl in der Kirche in NRW“, das diese Hilfsangebote organisiert, gegenüber der Rheinischen Post. Vor zehn Jahren seien es gerade einmal zehn bis 15 Anrufe pro Woche gewesen.
Bundesweit lag die Zahl der Meldungen für 2023 bei 2540 Menschen. Im Jahr 2022 waren es nur 1243 gemeldete Fälle. Dabei handelte es sich bei 99 Prozent der Fälle um sogenannte Dublin-Fälle, bei denen die Asylbewerber in das EU-Land abgeschoben werden sollen, in dem sie zuerst registriert wurden.
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