Die Grünen haben gestern in der Händel-Halle eine groß angelegte Wahlkampfveranstaltung abgehalten. Kanzlerkandidat Robert Habeck hat dabei vor 1200 Parteianhängern unter anderem erklärt, bei den Steuern die Daumenschrauben anzuziehen. „Wir kämpfen für die Besteuerung von Milliardären, um damit die Bildung zu finanzieren“, so Habeck. Notwendig sei dies, da die Anzahl der jungen Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung immer weiter zunehme.
Vor allem aber wäre es fatal, den Klimaschutz aus den Augen zu lassen. „Klimaschutz ist Freiheitsschutz“, erklärt Robert Habeck. Nicht zuletzt komme Deutschland hier eine globale Aufgabe zu. „Wenn Deutschland seine Klimaschutzziele nicht einhält, wird auch Europa die nicht mehr einhalten.“ Klar sei jedoch, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel auch ganz direkt den deutschen Bürgern helfen würden. „Es geht nicht ums Klima, es geht um uns“, meint der Kanzlerkandidat der Grünen.
Wirtschaftliche Gründe, den Klimaschutz langsamer anzugehen, gibt es aus Sicht von Robert Habeck nicht. Insbesondere das Gerede über Technologieoffenheit würde Deutschland mehr Schaden als Nutzen. „Wir werden uns 2035 nicht mit der optimierten Ölheizung auf dem Weltmarkt behaupten.“ Zwar würde Deutschland aktuell wirtschaftlich derzeit schlecht dastehen, jedoch würde dies vor allem daran liegen, dass China und die USA ihre Wirtschaft massiv subventionieren würden.
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