Die europäische Automobilindustrie verfällt zunehmend in Panik. Daniel Schwarz, Analyst bei der Investmentbank Stifel Europe, erklärt gegenüber der Wirtschaftswoche: „Es ist schlimm, mit welchem Tempo sich die Lage der Autobranche verschlechtert hat.“ In China und den USA wird das Geschäftsumfeld zunehmend schwieriger, während in Europa der politische Druck steigt, so der Ökonom.
Besonders die strengeren CO2-Vorgaben der EU ab 2025 und die damit verbundenen potenziellen Strafzahlungen bereiten den deutschen Herstellern Sorgen. Die Flottengrenzwerte für CO2-Emissionen werden schrittweise verschärft: von durchschnittlich 115,1 Gramm pro Kilometer und Fahrzeug im Jahr 2023 auf 93,6 Gramm im Jahr 2025, 49,5 Gramm im Jahr 2030 und schließlich null Gramm ab 2035.
Um diese Ziele zu erreichen, müssen die Hersteller den Anteil von Elektrofahrzeugen in ihren Flotten deutlich erhöhen. Der schleppende Absatz von E-Autos erschwert jedoch die Einhaltung dieser Grenzwerte. Bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Strafen. Ein Gutachten des Europarechtlers Martin Kment beziffert die potenziellen Strafzahlungen für deutsche Hersteller allein für das Jahr 2022 auf 3,68 Milliarden Euro.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











