Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, plädiert in seiner Kolumne in der Zeit für eine stärkere Besteuerung von Immobilien. Diese habe im Gegensatz zu einer klassischen Vermögenssteuer den Vorteil, dass sie leichter zu realisieren sei und weniger Kapitalflucht verursache.
Konkret fordert Fratzscher eine „starke, regelmäßig aktualisierte Grundsteuer sowie eine konsequente Besteuerung von Wertsteigerungen bei Immobilien“. Hierdurch ließen sich „stabile Einnahmen generieren, ohne Kapitalflucht auszulösen“. Zudem würden „spekulative Anreize im Immobilienmarkt“ gedämpft und eine „effizientere Nutzung von Boden und Immobilien“ gewährleistet.
Laut Fratzscher bestehe der Vorteil in der Besteuerung von Immobilien darin, dass sie nicht einfach ins Ausland verlagert werden könnten. Eine Vermögenssteuer hingegen sei extrem schwer umzusetzen und gemessen an ihrem Aufwand ineffizient, weil sie „spürbare Ausweichreaktionen“ auslöse und damit hohe Verwaltungskosten verursache. Zudem fehle ausgelagertes Vermögen für inländische Investitionen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











