„Staatsschutz“ jagt Patrioten nach Hissen von Deutschlandflaggen: Was ist erlaubt, was nicht?

vor 9 Monaten

„Staatsschutz“ jagt Patrioten nach Hissen von Deutschlandflaggen: Was ist erlaubt, was nicht?
Bildquelle: Deutschland Kurier

Während Franzosen, Briten, Schweizer und Amerikaner ihren Patriotismus völlig unverkrampft mit Nationalflaggen an fast jeder Straßenecke zeigen, gilt das öffentliche Flaggen von Schwarz-Rot-Gold in Deutschland als verpönt. In Nordrhein-Westfalen jagt jetzt sogar der sogenannte „Staatsschutz“ Patrioten, die es gewagt hatten, im Sauerland gleich 40mal Flagge zu zeigen. Was ist eigentlich erlaubt, was nicht?

In der 6.000-Einwohnergemeinde Nachrodt-Wiblingwerde (Märkischer Kreis, Regierungsbezirk Arnsberg) waren über Nacht 40 Deutschlandfahnen aufgehängt worden. Prompt rückte der „Staatsschutz“ an, als habe eine terroristische Vereinigung ihre Spuren hinterlassen. Dabei wollten Bürger doch nur ihre Verbundenheit zu Deutschland zeigen, dies auch am örtlichen Funkturm. Ein Schild mit der Aufschrift „Nationalstolz ist kein Verbrechen“ hatte das sprichwörtliche Fass offenbar zum Überlaufen gebracht: Schwarz-Rot-Gold als Gefahr!

Der Staatsschutz wurde eingeschaltet, weil die Unbekannten über einen Zaun geklettert waren, um zum Funkturm zu gelangen. Hausfriedensbruch lautet der Vorwurf. Doch geht es wirklich um ein paar Zäune? Eher dürfte es wohl darum gehen, im schwarz-„grün“ regierten NRW ein Exempel gegen all jene zu statuieren, die es wagen, Heimatliebe oder gar Nationalstolz öffentlich zu demonstrieren.

Die Bürgermeisterin vermutet denn auch einen „rechten Hintergrund“. Auslöser der Aktion war offensichtlich, dass in sozialen Netzwerken derzeit eine „Aktion Flagge hissen“ und Hashtags wie #Hissdieflagge viral gehen.

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