Die Staatsanwaltschaft in Itzehoe hat die Ermittlungen im Fall Fernandes wieder aufgenommen, berichtet t-online. Der Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow sagte: „Die Ermittlungen sind nach Prüfung der Medienveröffentlichungen wieder aufgenommen worden.“ Im November 2024 hatte Fernandes zuerst eine Anzeige gegen Unbekannt in Berlin gestellt, weil Fake-Profile mit ihrem Namen erstellt worden waren und pornografische Videos versendeten.
Das Verfahren war nach Itzehoe weitergeleitet worden. Es war am 23. Juni 2025 eingestellt worden, weil die Staatsanwaltschaft sagte, dass die Moderatorin Unterlagen nicht eingereicht habe, die zur Beweisaufnahme notwendig seien. Die Anwältin von Fernandes, Christina Clemm, sagte, dass ihre Mandantin erst durch die Spiegel-Recherche davon erfahren habe, dass ein Verfahren in Itzehoe eingestellt wurde.
Ihr sei lediglich mitgeteilt worden, dass der Vorgang an eine Behörde aus Schleswig-Holstein abgegeben wurde. Dann habe sie nichts mehr gehört. Die Staatsanwaltschaft widerspricht dieser Darstellung jedoch gegenüber Apollo News. Sie habe versucht, die Frau zu erreichen. An die bekannte Adresse von Fernandes sei ein Schreiben versandt worden, das nicht als unzustellbar zurückgekommen sei. Da die angeforderten Unterlagen in der Folge nicht eingegangen seien, habe die Behörde das Verfahren wegen „mangelnden Interesses“ der Antragstellerin eingestellt. Aus demselben Grund sei auch kein Einstellungsbescheid versandt worden (mehr dazu hier).
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