In Unterfranken hat ein Bürgermeister die Fälschung von Briefwahlstimmen eingeräumt. Nach Angaben der Bild steht der CSU-Politiker Wolfgang Seifert aus Wülfershausen an der Saale im Verdacht, bei mehreren Wahlen manipuliert zu haben. Gegen ihn wird wegen Wahlfälschung ermittelt.
Wie die Ermittlungsbehörde mitteilte, habe der Bürgermeister Wahlunterlagen bei Abstimmungen zum Gemeinderat, zum Bürgermeisteramt sowie zum Kreistag verändert. Dazu soll er Briefwahlumschläge geöffnet, Stimmzettel verfälscht und diese anschließend entweder wieder verschlossen oder durch Ersatzumschläge der Gemeinde ersetzt haben. Die genaue Zahl der betroffenen Stimmen ist bislang unklar.
Seifert war trotz der Unregelmäßigkeiten bei der Kommunalwahl am 8. März im Amt bestätigt worden, das er seit 2018 innehat. Laut Gemeinde waren 1.278 Personen wahlberechtigt. Auf den Amtsinhaber entfielen 472 gültige Stimmen, während 449 Wähler sich für andere Kandidaten entschieden.
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