Staatlich organisierte „Nightwalks“ sollen Frauen Angst vor dunklen Straßen nehmen

vor 9 Monaten

Staatlich organisierte „Nightwalks“ sollen Frauen Angst vor dunklen Straßen nehmen
Bildquelle: Apollo News

„Ich habe das Gefühl, dass Ängste im öffentlichen Raum mehr werden“, erklärt die Selbstbehauptungs- und Verteidigungstrainerin Gaby Bothe gegenüber dem NDR. Aus diesem Grund veranstaltet Bothe in mehreren Städten sogenannte „Nightwalks“, die unter anderem von den Gleichstellungsbeauftragten des niedersächsischen Landkreises Emsland, Marlies Kohne, koordiniert werden.

Bei den Nightwalks, für die man sich bei den Gleichstellungsbeauftragten der jeweiligen Stadt anmeldet, handelt es sich um gemeinsame Spaziergänge durch dunkle Straßen für Frauen ab 16 Jahren. Dabei gibt die Trainerin Bothe den Teilnehmerinnen unter anderem Hinweise, wie diese sich selbst verteidigen. „Es handelt sich aber nicht um ein Selbstverteidigungsangebot mit Körpereinsatz“, stellt die Gleichstellungsbeauftragte Marlies Kohne klar, die die Spaziergänge koordiniert.

Die Nightwalks sollen dadurch zu „mehr innerer Sicherheit, mehr Vertrauen in sich selbst“ und mehr „Klarheit in der Körpersprache“ bei den Frauen führen, so wirbt Bothe auf der Webseite „CatMove“ für ihre Spaziergänge. Gleichzeitig versichert Bothe auf der Seite, dass die Route „vorher geprüft“ und „beleuchtet“ ist und durch „ein oder zwei dunkle Gassen“ führt. Für eine Teilnahme brauche man lediglich die „Bereitschaft, dir selbst wieder näher zu kommen“.

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