Der Aufstieg Bayerns zum „Paradies auf Erden“ verdankten die Menschen dem eigenen Fleiß und geradliniger Politik, die an Prinzipien festgehalten hatte, an einer Strategie, die maßgeblich von Menschen wie Franz-Josef Strauß und Edmund Stoiber betrieben wurde. Über Jahrzehnte konsequenter Strukturwandel, der auf fünf miteinander verzahnten Ebenen stattfand: Infrastruktur, Energiepolitik, Bildung, Technologiepolitik und föderal-kulturelle Identität.
Weniger starke Persönlichkeiten wie Horst Seehofer und Markus Söder stellten den Schalter von „Paradies“ auf „Strom aus“, befeuert von einer Beliebigkeit der eigenen politischen Positionen, die sich an Umfragewerten, Tagesstimmungen, überdimensionalen Ostereiern sowie Bratwurst- und Dönerselfies ausrichtet.
Was für Söder (damals Bayerischer Umweltminister) der Reaktorunfall von Fukushima war, das war für Strauß Tschernobyl. Der Reaktorunfall in Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986. Der Reaktorunfall in Fukushima begann am 11. März 2011.
Strauß war (auch nach Tschernobyl) einer der lautesten politischen Verteidiger der Kernenergie in Deutschland. Seine Begründung im Stakkato: Versorgungssicherheit/Grundlast, Wettbewerbsfähigkeit, und – bemerkenswert früh – Klimaschutz. Strauß dachte weiter: Die Brennstäbe aus den Kernkraftwerken sollten „recycelt“ werden, dazu sollte es eine Anlage in Wackersdorf geben.
Parallel dazu förderte er massiv die Forschung rund um Garching. Die Technologie des „schnellen Brüters“ war damals in Kalkar in der Testphase. Schnelle Brüter können Atommüll aus anderen Reaktoren als Brennstoff verwenden und so die Menge langlebiger radioaktiver Abfälle verringern.
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