Der Jahresbericht des Innenministeriums zur Integrität in der Bundesverwaltung für das Jahr 2023 zeigt auf, dass die Verwaltung 16,5 Prozent mehr an Sponsoring durch private Firmen bekommen hat als 2022. Insgesamt wurden 44,8 Millionen Euro mehr gezahlt. Davon profitierte vor allen Dingen das Gesundheitsministerium (BMG), das 58 Prozent des gesamten Budgets erhielt, nämlich 26.221.425,19 Euro. Die Ministerien verwenden das Geld von privaten Unternehmen zur Finanzierung von Projekten, die „ohne die Leistungen Dritter nicht oder nur in geringerem Umfang hätten verwirklicht werden können“.
„Sponsoring“ beschreibt monetäre oder andere Zuwendungen, die Behörden von Dritten erhalten. Das Sponsoring gewann in den letzten Jahren an Relevanz, schreibt das Bundesinnenministerium: „Zuwendungen aus privaten Finanzierungsquellen haben für die öffentliche Verwaltung in den letzten Jahren aufgrund der immer knapper werdenden Haushaltsmittel an Bedeutung gewonnen“, heißt es auf der Website des BMI.
Die Spenden werden untergliedert in Spenden bis 5.000 Euro, die nicht einzeln aufgeführt werden müssen, und Spenden ab 5.000 Euro, bei denen Spender und Zweck für jeden einzelnen Fall deklariert werden müssen. Der größte Teil des Sponsorings von Leistungen ab 5.000 Euro wurde in den Ministerien für Informationskampagnen ausgegeben, nämlich 58 Prozent. 15 Prozent werden für den „Kulturbereich“ ausgegeben. 7,6 Prozent werden für Sachleistungen verwendet.
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