Das Land Niedersachsen feiert das fünfjährige Jubiläum seiner landeseigenen Meldestelle gegen Hass im Internet. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Hasskriminalität im Internet (ZHIN) wurde 2020 geschaffen und führte seither tausende Verfahren gegen Menschen, die Äußerungen im Internet getätigt hatten. Das führte man stolz in einer Pressemitteilung aus, in der sich das Land Niedersachsen mit der ZHIN zur „Speerspitze im Kampf gegen Hass und Hetze“ erklärte.
„Das 5-jährige Jubiläum ist also zurecht ein würdiger Anlass, um auf die Erfolge in Göttingen zu blicken“, heißt es weiter. Man führt die deutlich gestiegenen Fallzahlen auf, die durch die ZHIN angestoßen wurden: Während es zwischen dem 1. Juli 2021 und dem 30. Juni 2022 nur zu 1.136 durch die Meldestelle angestoßenen Verfahren kam, waren im gleichen Zeitraum bis zum 30. Juni 2023 bereits rund 3.500 Fälle. Vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025 waren es dann schon 6.448 Verfahren – seit 2022 haben sich die Fallzahlen also nahezu versechsfacht. „Ein klares Zeichen, dass Hass und Hetze im Netz in Niedersachsen nichts zu suchen hat und von den Kolleginnen und Kollegen in Göttingen mit aller Entschlossenheit bekämpft wird“, heißt es dazu in der Pressemitteilung.
Rund 80 Prozent der Straftaten, die über die Meldestelle gemeldet werden, sind politisch motiviert. Dazu lobt das Justizministerium die Meldestelle: „Hass und Hetze im Internet bleiben eine akute Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Mehr und mehr Menschen, denen es um sachliche Diskussionen geht, ziehen sich aus dem Internet zurück – das ist Gift für die Meinungsvielfalt, Gift für offene Diskussionen und damit auch Gift für unsere Demokratie.“
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