SPD Kopiert Trump-Stil: Wie schmutzig wird dieser SPD-Wahlkampf?

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SPD Kopiert Trump-Stil: Wie schmutzig wird dieser SPD-Wahlkampf?
Bildquelle: NiUS

Sie nennen ihn „Black-Rock-Merz“, werfen der Union „Egoismus und Populismus“ vor, verweisen auf das Privatflugzeug des CDU-Vorsitzenden und die geringere Beliebtheit bei Frauen. Botschaft: soziale Kälte, Kapitalismus pur, Rente mit 70. „Dieser Wahlkampf wird der schmutzigste, den wir seit langem gesehen haben“, sagt ein Wahlkampfmanager, der auch schon für die SPD und die Union tätig war.

„Die Frage ist, ob die Wahlkampf-Strategen im Konrad Adenauer Haus (KAH) das schon begriffen haben“, heißt es in einer WhatsApp-Gruppe der Union. Mehrfach hatte Friedrich Merz in der Vergangenheit ausdrücklich erklärt, dass man keine Blockade-Opposition sein wolle, sondern konstruktiv mit der Ampel zusammenarbeiten werde, wo dies möglich sei. Auch die Ankündigung des Kanzlerkandidaten, von nun an nur noch Abstimmungen im Bundestag zuzulassen, die zuvor mit der Koalition abgesprochen wurden, wird von Teilen der Basis als eine Art Kumpanei mit dem Gegner gesehen, um die AfD auszubooten. Zum „Dank“ brachte der wahlkämpfende Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit etlichen anderen Abgeordneten einen Gruppenantrag zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ein, mit dem die Union nicht gerechnet hatte (NIUS berichtete).

„Ich würde mich nicht wundern, wenn die im Adenauer-Haus schon die Weihnachtsferien freigenommen und verplant hätten“, sagt ein alter Kampagnen-Kenner der Union gallig zu NIUS. Dass die Union die Agentur FischerAppelt für den Wahlkampf engagiert hat, gilt Branchen-Insidern zudem als Indiz dafür, dass die Union den Klassen- und Kulturkampf der SPD weder annehmen noch führen wolle. Die Agentur habe genauso wenig Wahlkampferfahrung wie die aktuelle Mannschaft im KAH, heißt es.

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