SPD-Abgeordnete behauptet, dass Kriminalität durch Migration „sogar runter“ gehe

vor 4 Monaten

SPD-Abgeordnete behauptet, dass Kriminalität durch Migration „sogar runter“ gehe
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Die Brandenburger SPD-Landtagsabgeordnete Ines Seiler hat in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Inneres und Kommunales behauptet, dass Migration die Kriminalitätsrate senke. „Wenn wir Ausländeranteile in bestimmten Wohngebieten haben, was passiert dann da? Geht die Kriminalität hoch oder tut sie das nicht? Und nein. Mit mehr Zuzug von Ausländern geht sie sogar runter“, sagte Seiler in der Sitzung im Februar.

Dabei bezog sie sich auf die Ergebnisse der ifo-Studie „Steigert Migration die Kriminalität? Ein datenbasierter Blick“, die bereits im Februar 2025 veröffentlicht wurde. Anlass der ifo-Studie waren die in Medien und Politik breit diskutierten Befunde der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), wonach Nichtdeutsche in der Kriminalitätsstatistik insbesondere bei Gewaltkriminalität deutlich überrepräsentiert sind. Nach der aktuellsten bundesweit verfügbaren PKS 2024 lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei der Gewaltkriminalität bei rund 43,1 Prozent, während der Ausländeranteil an der Bevölkerung Ende 2024 bei etwa 16,8 Prozent lag.

Die ifo-Studie hält dem entgegen, dass die beobachteten Unterschiede nicht auf die Herkunft als solche zurückzuführen seien, sondern auf strukturelle Faktoren wie Alter, Geschlecht und Bildungsniveau. Werden diese Kontrollvariablen berücksichtigt, zeigten sich nach Darstellung der Studie keine wesentlichen Unterschiede mehr zwischen Deutschen und Nichtdeutschen. Auch ein steigender Zuzug von Ausländern in bestimmte Regionen gehe demnach nicht mit einem entsprechenden Anstieg der Kriminalität einher; teilweise sei sogar, wie auch Seiler angibt, ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

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