Spaniens Vize-Regierungschefin beschimpft Merz als „Vasallen“ – Sánchez verweigert Telefonat

vor 4 Monaten

Spaniens Vize-Regierungschefin beschimpft Merz als „Vasallen“ – Sánchez verweigert Telefonat
Bildquelle: Apollo News

Das Verhältnis zwischen der deutschen und der spanischen Bundesregierung bleibt eine Woche nach Friedrich Merz’ Besuch bei Donald Trump eisig. In einem Interview mit Politico hat die stellvertretende Ministerpräsidentin Spaniens, Yolanda Díaz, dem Bundeskanzler nun mangelnde Führungskompetenz vorgeworfen. „Was Europa heute braucht, ist Führung, keine Vasallen, die Trump Tribut zollen“, erklärte sie. Merz habe zudem „keine Ahnung“, wie er mit dem aktuellen historischen Moment umgehen solle.

Die spanische Regierung nimmt Friedrich Merz übel, dass er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Donald Trump im Weißen Haus am 3. März nicht interveniert hatte, als Donald Trump die spanische Regierung als „schrecklich“ bezeichnet und mit dem Abbruch aller Handelsbeziehungen gedroht hatte (Apollo News berichtete). Spanien hatte zuvor den USA untersagt, ihre Luftwaffenstützpunkte für Militäreinsätze gegen den Iran zu nutzen.

Inzwischen habe Friedrich Merz laut dem Politico-Bericht zweimal versucht, den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez telefonisch zu erreichen. Seine Bitten um Rückruf seien demnach jedoch bisher ignoriert worden. Ein Sprecher von Sánchez hatte als Grund angegeben, dass Merz eine veraltete Nummer des Ministerpräsidenten kontaktiert haben soll. Nun würden ihm die neuen Kontaktdaten aber vorliegen – zu einem Gespräch zwischen den beiden Staatschefs sei es seit der besagten Pressekonferenz in Washington jedoch nicht gekommen.

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