Spaniens Premierminister Pedro Sánchez äußerte Bedauern darüber, über keine Atomwaffen zu verfügen, um Israels Gaza-Vorgehen zu stoppen. „Spanien verfügt weder über Atombomben noch über Flugzeugträger oder große Ölreserven. Wir allein können die israelische Offensive nicht aufhalten, aber wir werden nicht aufhören, es zu versuchen, denn es gibt Dinge, für die es sich zu kämpfen lohnt, auch wenn es nicht allein in unserer Hand liegt, sie zu gewinnen“, sagte er laut der spanischen Zeitung La Gaceta am Montag in einer Fernsehansprache.
Er bezeichnete Israels Vorgehen gegen die Hamas laut Ynetnews als „ungerechtfertigten Angriff auf die palästinensische Zivilbevölkerung“. Der Premierminister kündigte insgesamt neun Maßnahmen gegen Israel an: Zum einen kündigte er ein Waffenembargo an, dieses ist laut Euractiv aber noch nicht in Kraft getreten, sondern wird unter den Ministerien noch diskutiert. Die anderen Maßnahmen wurden von den Ministerien angenommen. So soll das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA mit 10 Millionen Euro zusätzlich unterstützt werden.
Seit Anfang dieses Jahres darf die UNRWA sich nicht mehr auf israelischem Staatsgebiet betätigen. Israel hatte ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, weil UNRWA-Mitarbeiter Teil der Hamas sind und auch am Massaker am 7. Oktober 2023 beteiligt waren. 2026 will Spanien 150 Millionen Euro an humanitärer Hilfe in den Gazastreifen gezahlt haben. Schiffe und Flugzeuge, die Treibstoff und Verteidigungswaffen nach Israel liefern, dürfen spanische Häfen und Flughäfen nicht mehr passieren, wie Euractiv am Dienstag berichtete.
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