Spaniens linker Ministerpräsident Pedro Sánchez möchte in seiner Migrationspolitik noch einen Schritt weiter gehen und stellt jetzt sogar Forderungen an andere Länder – insbesondere Städte sollen sich an Spaniens migrationsfreundlicher Politik orientieren und zu Zufluchtsorten der Vielfalt werden, wie Sánchez sie nennt.
„Ich bitte Sie, weiterhin auf lokaler Ebene eine Vorreiterrolle einzunehmen und ihren Einwohnern stets zur Seite zu stehen.“ Das solle unabhängig davon geschehen, wie lange sie schon dort leben oder woher sie kommen, betonte Sánchez bei einer Veranstaltung des Medienunternehmens Bloomberg, an der zahlreiche Bürgermeister teilgenommen hatten. Sánchez spielt damit auf ein Dekret seines Kabinetts an, durch das Hunderttausenden illegalen Migranten faktisch ein Aufenthaltsstatus geschenkt wurde.
Auch die sogenannte Klimakrise brachte er in Bezug auf die zukünftige Stadtentwicklung ins Spiel. Die ökologische Transformation von Städten sei die erste Front im Kampf gegen den Klimawandel. Viele spanische Städte wie etwa Barcelona oder Pontevedra seien laut Sánchez dabei „beispielhaft“. „Der Kampf gegen den Klimawandel ist nicht nur eine gloabe Aufgabe, sondern auch eine lokale Verpflichtung“, erklärte er. Zudem kam er auf die akute Wohnungskrise in Spaniens Städten zu sprechen. Diese möchte er durch einen staatlichen Wohnungsbauplan im Umfang von 7 Milliarden Euro bekämpfen.
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