Spaniens Regierungspräsident Pedro Sánchez hat angekündigt, ein KI-System einsetzen zu wollen, um Hassrede in den sozialen Medien aufzuspüren. Das Programm soll HODIO heißen – ein spanisches Akronym für „Fußabdruck für Hass und Polarisierung“. Die Verbreitung und der Einfluss von vermeintlichem Hass im Internet sollen durch das Programm systematisch untersucht werden, so Sánchez laut der Nachrichtenagentur Reuters. Dazu sollen große Mengen öffentlicher Daten untersucht werden.
Man solle über den „Fußabdruck des Hasses“ ähnlich reden wie über den CO2-Fußabdruck, so Sánchez. „Wenn etwas gemessen wird, ist es nicht mehr unsichtbar.“ Die Ergebnisse sollen veröffentlicht werden. So sollen die Bürger nachvollziehen können, „wer diese Inhalte blockiert, wer wegschaut und wer davon profitiert“. Die sozialen Medien sollen in einem Ranking sortiert werden.
„Hass ist an sich schon gefährlich, aber soziale Netzwerke haben ihn zu einer Waffe der Massenpolarisierung gemacht, die schließlich in den Alltag einsickert“, sagte der spanische Ministerpräsident auf einem internationalen Gipfeltreffen gegen Hass und digitale Belästigung am Mittwoch.
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