Spahn-Maskendeals: Beschaffungschaos führte zu Milliardenschaden

vor etwa 1 Jahr

Spahn-Maskendeals: Beschaffungschaos führte zu Milliardenschaden
Bildquelle: Apollo News

Die Maskenbeschaffung des Gesundheitsministeriums war von Chaos und Behördenfehlern geprägt. Allein das Open-House-Verfahren entwickelte sich zu einer beispiellosen Kostenfalle: Statt geplanter 500 Millionen Euro wurden allein bei diesem Verfahren Verträge über 6,4 Milliarden Euro abgeschlossen. Insgesamt liefen im Gesundheitsministerium sechs verschiedene Beschaffungskampagnen gleichzeitig, zusätzlich zu Beschaffungsmaßnahmen von anderen Ämtern.

Der Sonderbericht von Margaretha Sudhof, der von der Welt vollständig, allerdings mit geschwärzten Passagen, veröffentlicht wurde, zeichnet die Entwicklung über einzelne Tage konkret nach. So hieß es am 4. März in einer ersten Bedarfsanalyse, dass man 165 Millionen Masken brauche, darunter 16 Millionen FFP-Masken. Für die gesamte Beschaffung der „persönlichen Schutzausrüstung“ (PSA), die auch Desinfektionsmittel oder Einmalhandschuhe beinhaltete, wurde ein Gesamtpreis von 200 Millionen Euro veranschlagt (Apollo News berichtete).

Doch bereits am 17. März ging man von einem Dreimonatsbedarf von 200 Millionen OP-Masken und 75 Millionen FFP-Masken aus. Beim Direktvergabeverfahren wurden 48 Verträge über zwei Milliarden Euro brutto abgeschlossen. Der Sonderbericht beinhaltet auch Unterkapitel zu drei Lieferverträgen im Rahmen des Direktvergabeverfahrens. Hier werden nicht nur die Namen der Firmen, sondern ganze Seiten vollständig geschwärzt.

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