Späterer Renteneintritt? „Wir sollten die zusätzliche Lebenserwartung nutzen“, meint Wüst

vor 11 Monaten

Späterer Renteneintritt? „Wir sollten die zusätzliche Lebenserwartung nutzen“, meint Wüst
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In der Debatte um eine Anhebung des Renteneintrittsalters hat sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst für eine Ausweitung der derzeitigen Regelung ausgesprochen. Es bräuchte künftig ein Rentensystem, „das die Lebensleistung junger Leute auch in Zukunft anerkennt“, sagte der CDU-Politiker zunächst schwammig gegenüber dem Focus. Auf Nachfrage erklärte er jedoch, das würde auch bedeuten, „dass wir die zusätzliche Lebenserwartung nutzen sollten.“

Mit anderen Worten: Wüst kann sich einen Ausbau der Arbeitsmöglichkeiten für Personen im Rentenalter vorstellen. „Der Staat darf nicht immer noch mehr Anreize schaffen, nicht zu arbeiten“, erklärte er. Und: „Die Aktivrente, wie sie die neue Bundesregierung umsetzen will, ist die richtige Antwort.“ Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD auf Steuerfreiheit bei Gehältern von bis zu 2.000 Euro geeinigt, die im Rentenalter hinzuverdient werden.

Weil vor allem die Sozialabgaben zu Buche schlagen und die Einkommenssteuer in diesem Einkommensbereich maximal eine niedrigere dreistellige Summe beträgt, ist die tatsächliche steuerliche Ersparnis durch die Aktivrente jedoch nicht allzu groß. Für Wüst dennoch eine gute Lösung, um Rentner zur Arbeit zu motivieren: Der Staat könne „auch mal diejenigen steuerlich unterstützen, die im Rentenalter noch Lust auf Arbeit haben.“

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