Am Samstag nahmen der SPD-Vizekanzler Lars Klingbeil sowie mehrere ranghohe SPD-Politiker, darunter Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan, SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und Juso-Chef Philipp Türmer, an der sozialistischen „Global Progressive Mobilisation“-Konferenz in Barcelona teil. Dort vernetzten sich nationale und internationale Regierungsvertreter und referierten über die Bekämpfung rechter Politik und migrationskritischer Positionen. Nun stellt sich heraus, dass neben zahlreichen linken Akteuren auch eine Abgeordnete der linkspopulistischen Podemos-Partei anwesend war, die in der Vergangenheit bereits einen Bevölkerungsaustausch forderte.Der brasilianische Präsident Lula da Silva, Uruguays Regierungsoberhaupt Yamandú Orsi und Mexikos Regierungschefin Claudia Sheinbaum: Sie alle waren auf der sozialistischen „Global Progressive Mobilisation“-Konferenz in Barcelona anwesend. Spaniens Regierungschef und zugleich Gastgeber der Veranstaltung, Pedro Sánchez, ließ in seiner Eröffnungsrede keinen Zweifel an der politischen Stoßrichtung des Treffens: „Die Zeit der extremen Rechten läuft ab. (...) Wir sind stolz darauf, links zu sein, sozialistisch, demokratisch und progressiv. Denn der Progressivismus ist heute notwendiger denn je.“
Unter den Teilnehmern war auch Irene Montero, eine Abgeordnete der linkspopulistischen spanischen Podemos-Partei, die von 2020 bis 2023 zudem das Amt der Gleichstellungsministerin innehatte. Im Januar 2026 sorgte ein Video für Aufsehen, in dem die Politikerin bei einem Parteiauftritt einen sogenannten „Bevölkerungsaustausch“ propagierte – eine Theorie, die den stufenweisen Austausch einheimischer europäischer Bevölkerungen durch Migranten beschreibt und in Deutschland weitgehend als Verschwörungstheorie gilt. In ihrer Rede sagte Montero unter anderem:
„Ich möchte die migrantischen und rassifizierten Menschen bitten: Lasst uns bitte nicht allein mit so vielen Faschos. Und natürlich wollen wir, dass sie wählen, natürlich! Wir haben Papiere durchgesetzt – Legalisierung jetzt! – und jetzt gehen wir die Staatsangehörigkeit an oder ändern das Gesetz, damit sie selbstverständlich wählen können. Hoffentlich [bewahrheitet sich] die Theorie des Austauschs; hoffentlich können wir dieses Land mit migrantischen Menschen, mit arbeitenden Menschen, von Faschos und Rassisten freifegen. Natürlich will ich, dass es einen Austausch gibt: Austausch von Faschos, Austausch von Rassisten, Austausch von Schmarotzern – und dass wir das mit den arbeitenden Menschen dieses Landes schaffen, ganz gleich, welche Hautfarbe sie haben.“
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