Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten könnte nach Einschätzung der Ernährungsindustrie spürbare Folgen für Verbraucher in Deutschland haben. Die Branche warnt vor steigenden Kosten für Energie, Transport und Exportgeschäfte – mit möglichen Auswirkungen auf Preise und Produktion. Sollten sich diese Entwicklungen fortsetzen, könnte dies nach Einschätzung der Branche nicht nur den Außenhandel, sondern auch die Versorgungsketten der Lebensmittelproduktion beeinträchtigen.
Nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) gehört die Lebensmittelbranche zu den großen Erdgasverbrauchern in Deutschland. Für Produktionsprozesse benötige die Industrie jährlich rund 38 Terawattstunden Erdgas, was etwa 38 Milliarden Kilowattstunden entspricht; dies berichtete die Welt.
Parallel dazu sei der Gaspreis an der niederländischen Referenzbörse TTF in kurzer Zeit deutlich gestiegen. Auch höhere Ölpreise könnten die Kosten der Logistik erhöhen. „Für die Ernährungsindustrie sind diese Entwicklungen und die damit verbundenen Kostenbelastungen fatal. Wenn der Konflikt länger anhält, ist zu befürchten, dass es in einem erheblichen Umfang zur Drosselung der Produktion oder gar zur Aufgabe ganzer Geschäftszweige kommt“, heißt es in einem Verbandsstatement gegenüber der Welt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











