„Der Umgang von außen mit uns als Menschen ist dabei alles andere als tolerant, im Gegenteil, wir werden angefeindet und verurteilt, beleidigt und ausgegrenzt.“ Das berichten Mitarbeiter der Messe Gießen GmbH in einer Stellungnahme des Unternehmens, die am Donnerstag auf dessen Webseite veröffentlicht wurde. Grund für die erlebten Anfeindungen ist der Umstand, dass die Messe Gießen die Hessenhallen an die AfD vermietet. Am 29. November soll dort die Neugründung der Parteijugend stattfinden.
Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sei, der AfD die Räume zur Verfügung zu stellen. Denn da die Hessenhallen besonders groß sind und die Firma damit über ein Alleinstellungsmerkmal verfügt, trete die unternehmerische Vertragsfreiheit in gewissen Fällen gegenüber dem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zurück, lautet die Erklärung. Ansonsten könne die AfD sich einklagen. Das Unternehmen sieht sich an das Gesetz gebunden.
Die Mitarbeiter berichten von Anfeindungen, die teilweise so schlimm sind, dass Mitarbeiterinnen von der Webseite entfernt werden mussten. Doch die Bedrohungslage ist noch drastischer, denn die Polizei habe Angebote unterbreitet, um „Verhaltensweisen zu erlernen, die das eigene Leben und das Leben der Familie schützen.“ Weiter heißt es: „Wir sind zutiefst erschüttert über das Verhalten von Medien, Politik und Teilen der Gesellschaft, die am Ende immer weiter polarisieren, Hass und Hetze verstärken.“
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











