Die US-Tochter von Meyer Burger ist insolvent. Das Schweizer Solarunternehmen hat in den Vereinigten Staaten Gläubigerschutz nach dem Verfahren Chapter 11 beantragt. Das geschätzte Vermögen liegt Unternehmensberichten zufolge zwischen 100 und 500 Millionen Dollar, während sich die Verbindlichkeiten mittlerweile auf 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar belaufen.
Bereits Ende Mai hatte Meyer Burger den Ausbau seiner Solarmodulproduktion in den USA gestoppt. Am Standort in Arizona erhielten alle 282 Mitarbeiter die Kündigung. Kurze Zeit später beantragten auch die deutschen Tochterunternehmen des Schweizer Solarherstellers die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Zuvor waren alle Bemühungen um eine Sanierung erfolglos geblieben.
Die Zukunft der deutschen Beschäftigten ist weiterhin ungewiss. In der Solarzellenfertigung von Meyer Burger Industries in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) stehen 331 Mitarbeiter vor einer möglichen Entlassung. Bei Meyer Burger Germany in Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) sind es 289 Beschäftigte.
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