So lief der Gipfel zur Ukraine in Washington ab: Zähes Ringen trotz demonstrativer Einigkeit

vor 11 Monaten

So lief der Gipfel zur Ukraine in Washington ab: Zähes Ringen trotz demonstrativer Einigkeit
Bildquelle: NiUS

Die Bilder des gestrigen Tages haben wieder einmal gezeigt, dass Donald Trump ein Meister der Polit-Show ist. Inhaltlich gab es Differenzen mit den Gästen, insbesondere was eine Waffenruhe betrifft. Ganz am Schluss platzt die Bombe: Putin und Selenskyj werden sich bald treffen.

Er könnte ein historischer Tag werden, dieser 18. August 2025, der für die Zukunft der Ukraine entscheidend sein dürfte. Zunächst trifft der ukrainische Präsident Selenskyj in Washington D.C. ein. An seinen letzten Besuch im Weißen Haus vor einem halben Jahr hat er keine guten Erinnerungen, damals wurde er von Donald Trump und Vizepräsident Vance zurechtgestutzt.

Diesmal läuft alles glatt. Trump nimmt ihn betont herzlich in Empfang, macht auf gut Wetter, legt seinem Gast sogar die Hand auf die Schulter, klopft ihm aufs dunkle Sakko, und sagt: „Schau dir das an, ich liebe es!“. Im Oval Office ist die Stimmung gelöst, man lacht gemeinsam. Trump dankt dem Gast Trump für seinen Besuch und sagt, dass „Fortschritte erzielt werden“, um den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. Er habe ein „sehr gutes“ Treffen mit Putin gehabt, und es gebe „eine gute Chance, dass etwas dabei herauskommt“, womit er die Treffen mit Selenskyj und den europäischen Verbündeten meint. Nach dem öffentlichen Auftritt ziehen sich die beiden Präsidenten zum Vier-Augen-Gespräch zurück.

Nach und nach fahren die Europäer vor, die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, NATO-Generalsekretär Mark Rutte, Bundeskanzler Merz sowie Frankreichs Präsident Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni und der finnische Präsident Alexander Stubb.

Nach dem Gespräch mit Selenskyj, in dem auch Sicherheitsgarantien zur Sprache kommen, ist überraschend aus dem russischen Außenministerium in Moskau zu hören, man lehne die Präsenz von Truppen aus europäischen NATO-Staaten in der Ukraine ab, dies würde eine „Eskalation“ bedeuten. Das mit der Lösung des russisch-ukrainischen Krieges wird nicht einfach, wie Trump schon eingeräumt hat ...

Die Verhandler um US-Präsident Donald Trump kurz nach der Ankunft im Weißen Haus

Erst einmal nimmt er die Europäer in Empfang, mit 20 Minuten Verspätung wird das „Familienfoto“ aufgenommen. Dann geht es in den East Room des Weißen Hauses, wo Donald Trump gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten und seinen europäischen Gästen am großen Tisch sitzt und jeden einzelnen über den grünen Klee lobt. Er lobt NATO-Chef Rutte, Starmer („mein Freund“), Macron („auch ein Freund von mir, ich mag ihn noch mehr als vorher), Meloni („inspirierend“), Merz („eine sehr starke Persönlichkeit, wird in Deutschland sehr respektiert und geachtet“), Studd („tolle Arbeit geleistet“), Ursula („in der ganzen Welt geachtet“).

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