So Done: Vom Medienliebling zum Krisenkind?

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So Done: Vom Medienliebling zum Krisenkind?
Bildquelle: Tichys Einblick

Leer geworden ist es auf der Seite von „So Done“. Das Start-up-Unternehmen nutzt KI, um aus der Kommentarflut jene Posts auszusortieren, die strafrechtlich relevant sein könnten. Dafür posierten viele prominente Kunden mit ihrem großen Namen. „Sicherheitsexperte“ Carlo Masala etwa, aber auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Manuel Ostermann von der Bundespolizeigewerkschaft DPolG – und natürlich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

Einem größeren Publikum wurde das Unternehmen über gleich mehrere Beiträge in reichweitenstarken Medien bekannt. Die Tagesschau und der Spiegel berichteten darüber. Im ARD-Beitrag erschien Roderich Kiesewetter und berichtete von seinen positiven Erfahrungen mit „So Done“. Kritik gab es keine, im Gegenteil: Die politische und mediale Prominenz zeigte sich wohlgesonnen. Selbst, als bekannt wurde, dass eines der drei „So Done“-Gesichter, Franziska Brandmann, die Vorsitzende der Jungen Liberalen ist.

Wer demnach anfangs kritisch über „So Done“ berichtete, musste aus einer bestimmten Ecke kommen. Doch der Wind hat sich massiv gedreht – und zwar in einer Art, die man noch vor zwei Monaten nicht hätte erahnen können. Denn nicht „So Done“ geriet ins Visier, sondern Robert Habeck durch „Schwachkopf-Gate“. Die Frage lag nahe, wie die Bezeichnung als „Schwachkopf“ zu einer Hausdurchsuchung führen konnte. Eine Vermutung, die sich auf den sozialen Netzwerken verbreitete: Da gab es doch dieses Unternehmen, das mit KI tausende von Posts auf strafrechtlich relevante Inhalte prüfte. Und war „So Done“ nicht auch für Habeck tätig?

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