Spaniens sozialistischer Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Zusammenhang mit der Migrationskrise in Ceuta schwere Vorwürfe gegen Russland und Israel erhoben. Beide Staaten hätten über mit ihnen verbundene Onlinedienste „Gerüchte und Desinformation“ verbreitet und damit die Krise angeheizt, so Sánchez.
Zeitgleich machte Sánchez eine „internationale rechtsextreme Bewegung“ für die Verbreitung desinformativer Inhalte verantwortlich. Diese nutze das Thema Migration, um Spanien und Europa „anzugreifen und zu spalten“, erklärte der Spanier gegenüber dem Radiosender Cadena SER.
Zur genauen Ursache hält sich der Ministerpräsident jedoch weiterhin bedeckt. Diese ist nach wie vor Gegenstand laufender Ermittlungen. Sánchez erklärte jedoch, dass ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das zu Beginn der Krise teilweise falsch dargestellt worden sei, die Ereignisse nicht ausgelöst habe. Demnach sei insbesondere die Behauptung falsch, Migranten könnten nach einer schwimmenden Ankunft in Ceuta grundsätzlich nicht nach Marokko zurückgeführt werden, so Sánchez.
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