In der Enquete-Kommission des Bundestages zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie ist es am Donnerstag bei der Befragung eines Sachverständigen zu einem Eklat gekommen. Der CDU-Abgeordnete Axel Müller sprach in der öffentlichen Sitzung die Missbrauchserfahrungen des geladenen Experten Stephan Kohn aus dessen Kindheit an.
Die Sitzung fand am 23. April im Bundestag statt. Thema war die Rolle Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und der Bundeswehr in Pandemielagen. Kohn war auf Vorschlag der AfD-Fraktion als Sachverständiger geladen.
Im Verlauf der Befragung fragte Müller Kohn nach dessen früherer Zuständigkeit im Bundesinnenministerium und danach, ob seine Einschätzungen in diesen Aufgabenbereich gefallen seien. Kohn antwortete, er habe im Bereich Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement gearbeitet und sei mit der Bewertung von Lagen im Kontext von Pandemien befasst gewesen.
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