Die AfD sei eine „Partei des Hasses“ und des „demokratischen Zerstörens“ – so sprach Michel Friedman beim SWR-Demokratieforum auf der re:publica über die Partei. Auf dem Podium saßen neben Friedman die Linken-Co-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek, der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume und die Medizinethikerin Alena Buyx. Friedman war als „Moderator“ der Runde angekündigt. In der Debatte beschränkte er sich jedoch nicht auf diese Rolle. Er argumentierte selbst politisch – vor allem gegenüber Blume.
Friedman sagte, möglicherweise komme „in wenigen Wochen, man könnte auch sagen Monaten […] zum ersten Mal jetzt auch diese Partei des Hasses, des demokratischen Zerstörens in die Exekutive des Landes“. Es gebe „kein Konjunktiv mehr“. „Es geht um alles“, sagte Friedman. Dann fragte er: „Wieso ist es immer noch so ruhig in der gesamten Bundesrepublik?“ Und weiter: „Wieso sind so viele zu müde oder zu gleichgültig?“
Reichinnek antwortete, die Entwicklung in Sachsen-Anhalt beschäftige sie seit Monaten. „Auch in dem Dorf, aus dem ich komme, wird die AfD von 40 Prozent der Menschen gewählt“, sagte sie. „Und gefühlt kenne ich die aber alle.“ Viele Menschen hätten das Gefühl, „ich laufe von einer Krise in die nächste“ und „egal, welche Partei ich bisher gewählt habe, irgendwie ist es nicht besser geworden“. Daraus entstehe dann die Haltung: „Dann nehme ich eben die, die alles niederbrennen will.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











