Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 wird von Politik und Medien nur selektiv und teils mit fragwürdigen Begründungen präsentiert. Die Darstellung einzelner Straftatbestände und Herkunftsangaben ist unübersichtlich und nur eingeschränkt nachvollziehbar. Zudem stellt sich die Frage nach der öffentlichen Aufmerksamkeit für unterschiedliche Formen von Gewalt und deren Opfer.
Wie immer, wenn eine neue Kriminalstatistik veröffentlicht wird, erscheint das Thema für zwei, drei Tage in der öffentlichen Diskussion um danach wieder für ein Jahr in der Versenkung zu verschwinden. So auch bei der PKS 2025, die erst dieser Tage veröffentlicht wurde. Zumeist wird dann die gesunkene Gesamtkriminalität in den Vordergrund gestellt (auch wenn sie in der Hauptsache auf die Cannabis-Teillegalisierung zurückzuführen ist).Nebenbei wird dann auch erwähnt, dass die Zahl schwerer Straftaten (Mord, Vergewaltigung) gestiegen ist, wobei bei letzterer auf Freunde und Bekannte, Männer allgemein und auf eine „gestiegene Anzeigebereitschaft“ (ja, allen Ernstes!) verwiesen wird.Da sich Innenminister Dobrindt dennoch genötigt sah, den Elefanten auf dem Flur zu erwähnen (die überproportionale Ausländerkriminalität) war der mediale Aufschrei groß, aber nicht wegen der alarmierenden Fakten, sondern wegen angeblicher „Stimmungsmache gegen Migranten“. Schließlich ließe sich Kriminalität nicht mit der Herkunft erklären...
Innenminister Alexander Drobrindt (CSU) bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











