Der Wahlkampf ist vorbei – das ist auch in den letzten Wahlsendungen zu spüren. Am Donnerstagabend wurde es bei der Schlussrunde von ARD und ZDF dann dennoch noch einmal spannend. Nicht wegen neuer Inhalte, sondern weil sich Annalena Baerbock gleich mehrfach verhaspelte, oft nicht gegen die Spitzenpolitiker der anderen sieben Bundestagsparteien durchsetzen konnte und sogar von den Moderatoren ermahnt wurde.
Vor allem von Christian Lindner, Carsten Linnemann und Alexander Dobrindt erhielt die Grünen-Politikerin immer wieder Widerworte. Als Dobrindt beispielsweise die sogenannte feministische Außenpolitik von Baerbock attackierte, warf diese dem CSU-Landesgruppenvorsitzenden vor, „nichts für Frauen übrig“ zu haben, „das wissen wir“. Das tat Dobrindt wiederum als „dummes Geschwätz“ ab.
Nachdem Alice Weidel die von den USA geplanten Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine für richtig erklärt hatte, platzte Baerbock der Kragen. „Wissen Sie was, Frau Weidel, Sie leben in der Schweiz“, entfuhr es zunächst der Grünen-Politikerin – wegen ihres Wohnsitzes in Einsiedeln musste die AfD-Kanzlerkandidatin in den vergangenen Tagen bereits viel Kritik einstecken.
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