Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj hat anlässlich des Tags der Würde und der Freiheit sich mit einer Videobotschaft an sein Land gewandt. Darin ging er auch auf den 28-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump ein, der dem von Russland angegriffenen Land schwere Zugeständnisse abverlangt. Selenskyj sagte: „Gerade könnte die Ukraine vor einer sehr schweren Wahl stehen: Entweder die Würde verlieren oder das Risiko eingehen, den Schlüsselpartner zu verlieren.“ Bis Donnerstag hat Selenskyj Zeit, dem Plan zuzustimmen.
„Entweder schwierige 28 Punkte oder ein extrem harter Winter, der schwierigste überhaupt, und weitere Risiken. Ein Leben ohne Freiheit, Würde und Gerechtigkeit – und wieder demjenigen glauben zu müssen, der schon zweimal angegriffen hat“, fasste Selenskyj die Situation zusammen. US-Präsident Trump setzt seinen Partner derweil unter Druck. „Wir haben einen Weg, um Frieden zu schaffen, oder wir glauben, wir haben einen Weg, um Frieden zu schaffen. Er wird ihn billigen müssen“, erklärte Trump der Presse im Weißen Haus. Sollte Selenskyj auf den Plan nicht eingehen, müsse er weiterkämpfen. Doch einen Sieg der Ukraine sieht Trump nicht, sondern prophezeit, dass Selenskyj irgendwann etwas akzeptieren muss, „was er bisher nicht akzeptiert hat“.
US-Vizepräsident JD Vance legte auf X nach und warnte vor der Illusion, „dass der Sieg zum Greifen nah sei, wenn wir nur mehr Geld, mehr Waffen oder mehr Sanktionen einsetzen. Frieden wird nicht von gescheiterten Diplomaten oder Politikern in einer Fantasiewelt geschaffen. Er könnte von klugen Menschen in der realen Welt erreicht werden.“ Der dritte der an dem Deal Beteiligten, der russische Präsident Wladimir Putin, sieht in dem Vorschlag eine „Grundlage“ für eine Beendigung des Krieges.
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