Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, hat sich im Interview mit dem Spiegel zur Kampagne gegen die Moderatorin Julia Ruhs geäußert. Der NDR hatte diese Woche bestätigt, dass Ruhs die Sendung „Klar“ nicht mehr moderieren wird, wenn sie vom NDR produziert wird. So werde sie nur noch für den Bayerischen Rundfunk (BR) moderieren, nicht mehr für den NDR. Das gab der BR am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt. Nach einer monatelangen Kampagne von politisch links orientierten Kollegen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) verlor Ruhs die Moderation.
Eine Entscheidung, die selbst die Linken-Fraktionschefin Reichinnek kritisiert: „Es ist halt wirklich hochproblematisch, wenn auf Druck von irgendeiner Seite etwas abgesetzt wird“, so Reichinnek. Die Linken-Politikerin habe zwar die Sendung von Julia Ruhs „sehr schlecht“ gefunden, dennoch sei es ihrer Ansicht nach nicht richtig, politische oder wirtschaftliche Einflussnahme auf die Medien zuzulassen, so Reichinnek. „Medien haben nicht die Aufgabe, Meinung zu machen. Sie sollen Austausch und Information ermöglichen, möglichst neutral, damit die Leute auch was davon mitnehmen“, findet die Linken-Chefin.
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