NIUS liegen exklusive Zahlen vor, die erstmals einen Überblick liefern, welche Kosten durch die Einwanderung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen entstehen. Mindestens 12,2 Milliarden Euro flossen in den vergangenen Jahren in die Unterbringung und Versorgung der jugendlichen Ausländer. Die exakte Summe dürfte weitaus höher liegen, denn die Statistiken der Bundesländer sind lückenhaft.
Von 2015 bis 2024 registrierten die Behörden in Deutschland fast 190.000 unbegleitete minderjährige Ausländer, sogenannte UMA. Aus 15 Bundesländern liegen entsprechende Zahlen vor, Hessen konnte keine genauen Angaben machen. Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Schleswig-Holstein konnten nicht für jedes Jahr dieses Zeitraums die Anzahl der aufgenommenen Minderjährigen nennen. Die tatsächliche Zahl dürfte also noch höher liegen.
Für die Unterbringung dieser Jugendlichen entstanden in 14 Bundesländern zwischen 2015 und 2024 Kosten von mindestens 12,2 Milliarden Euro. Auch hier dürfte die tatsächliche Summe weitaus höher liegen. Bayern und Hamburg machten keinerlei Angaben zu den finanziellen Folgen. Bayern nahm jedoch den Großteil der minderjährigen Ausländer auf. Die Hansestadt Hamburg erklärt, dass „keine statistische Erhebung im Sinne der Fragestellungen“ durchgeführt worden ist.
Erfragt hatte die Zahlen der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer. NIUS liegen die Antworten aus den zuständigen Ministerien der Länder exklusiv vor. Das 200-seitige Papier beweist, wie in den Jahren 2015 bis 2024 horrende Summen ausgegeben wurden, um die Jugendlichen zu versorgen.
Denn klar ist: Die Kosten für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge sind generell deutlich höher als bei erwachsenen Asylbewerbern. Die Jugendlichen müssen untergebracht werden, sie brauchen Verpflegung und häufig Kleidung. Sie erhalten eine Rundumversorgung durch die Jugendhilfe, häufig wird ein Vormund bestellt. Zusätzlich kommen Kosten für Sprachkurse und die schulische Betreuung. Auch die medizinische Versorgung wird oft durch den Steuerzahler finanziert.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











