Im Iran-Krieg attackiert das Mullah-Regime in Teheran auch völlig unbeteiligte Staaten und Akteure: die Golfstaaten selbst, aber inzwischen zunehmend auch internationale Tanker, die es wagen, sich der Meerenge der Straße von Hormus zu nähern. Die dortigen internationalen Gewässer sind für den Schiffsverkehr kaum noch passierbar. Trump regte daher eine internationale Koalition an, die speziell die freie Passage durch die Meerenge sichern soll. Merz lehnte dies nun für Deutschland ab.
Was aber könnte Deutschland dort überhaupt bieten? Tatsächlich durchaus relevante Marineschiffe – vor allem, wenn es um Seeminen geht. Denn bisher stützt sich die iranische Blockade vor allem auf zwei Dinge: Luftangriffe auf Schiffe von Land aus sowie erste Versuche, die Straße zu verminen. Einsätze größerer iranischer Kriegsschiffe gab es dagegen kaum – viele von ihnen wurden bereits von den USA zerstört.
Und bisher konnten die USA auch einige der Minenlegerboote zerstören; sollte dem Iran dennoch eine Verminung gelingen, wäre das der Punkt, an dem Deutschland und andere europäische Staaten tatsächlich eine hervorgehobene Rolle übernehmen könnten. Denn während die US-Marine nach vielen Metriken eine der größten der Welt ist – entweder knapp vor oder nach der chinesischen – hat sie aktuell tatsächlich nur sehr wenige Minenabwehrschiffe im Dienst.
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