Die Brandmauer in der schwedischen Politik bröckelt weiter. Während in Deutschland eine Zusammenarbeit mit der AfD parteiübergreifend strikt abgelehnt wird, setzen schwedische Parteien zunehmend auf pragmatische Politik, die sich an den Interessen der Bevölkerungsmehrheit orientiert. Ein politisches Ereignis aus der vergangenen Woche verdeutlicht diesen neuen Kurs.
Auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Freitag traten die Vorsitzende der Liberalen Partei, Simona Mohamsson, und der Vorsitzende der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson, gemeinsam vor die Presse. Die Schwedendemokraten, die als politisches Pendant zur AfD in Deutschland gelten, verkündeten dabei gemeinsam mit den Liberalen eine Vereinbarung zur engeren Zusammenarbeit.
Ziel der beiden Parteien ist es, nach den kommenden Wahlen im September gemeinsam mit den Moderaten und den Christdemokraten eine Regierung zu bilden. Ein mutiger und zugleich kontroverser Schritt, denn politische Entscheidungen kommen in Schweden oft nur mühsam zustande. Das Land ist politisch und gesellschaftlich gespalten wie kaum ein anderes.
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