Schlechte Regierungen sind in einer Demokratie aushaltbar, weil sie abwählbar sind. Nicht aushaltbar ist es, wenn den Bürgern jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft geraubt wird, weil alle schlecht Regierenden sich gegenseitig die Macht garantieren.
So schädlich die Politik der schwarz-roten Bundesregierung auch sein mag, Deutschland droht keine Verelendung, keine Massenarmut, keine kilometerlangen Schlangen vor Tafeln, kein Weltuntergang. Freilich, sieben Jahre ohne Wirtschaftswachstum sind ein inakzeptabler und wohlstandsvernichtender Zustand. Doch selbst bei einem historischen Wirtschaftseinbruch in der Größenordnung der großen amerikanischen Depression – also einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts um etwa 30 Prozent – wäre Deutschland immer noch auf dem Wohlstandsniveau der 1990er-Jahre. Der guten alten Zeit, als noch niemand von einer Bundeskanzlerin Angela Merkel zu träumen gewagt hätte.
Warum gehen Menschen arbeiten, die mit 170 Stunden Arbeitsaufwand im Moment nur wenige hundert Euro mehr rausbekommen als ein Bürgergeldempfänger, der den ganzen Tag Freizeit hat? Warum arbeitet ein Familienvater hart für 5.000 Euro im Monat, wenn er ohne Probleme seine Stunden reduzieren und die dann verfügbaren staatlichen Transferleistungen ausnutzen könnte, um netto das gleiche Geld und mehr Zeit mit der Familie zu haben?
Nach jedem Koalitionsgipgel werden „Einigungen“ verkündet, die sich als gar nicht einig herausstellen.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











