Die von Union und SPD geplanten Maßnahmen zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur Ausweitung der Mütterrente werden nach Berechnungen der Arbeitgeber bis 2031 rund 50 Milliarden Euro kosten. Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), kritisierte den Koalitionsvertrag deutlich: „Es fehlen jegliche Ansätze, das Ausgabenwachstum in der Rentenversicherung zu begrenzen“, sagte er laut n-tv.
Bereits in der aktuellen Legislaturperiode sei mit einem Anstieg des Rentenbeitragssatzes von derzeit 18,6 Prozent auf über 20 Prozent zu rechnen. Das bedeute höhere Lohnnebenkosten für Unternehmen und weniger Nettoverdienst für Arbeitnehmer, warnte Kampeter weiter.
Besonders kritisch sieht Kampeter die geplante Ausweitung der Mütterrente, die auf Betreiben der CSU in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. „Darauf hätte man verzichten sollen“, meinte der Arbeitgeber-Chef trocken. Fünf Milliarden Euro soll die Mütterrente kosten, die Koalition hat sie zu einem prioritären Projekt erklärt.
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