Ein Fernsehstudio wird zur Waffenbühne. Vor laufender Kamera hält ein Moderator ein Sturmgewehr in den Händen. Neben ihm steht ein Soldat, erklärt die Handgriffe, zeigt, wie die Waffe entsichert und durchgeladen wird. Später nimmt der Moderator noch ein Scharfschützengewehr in die Hand, richtet den Lauf nach vorn – auf ein Plakat von Donald Trump. Schüsse fallen. Keine Szene aus einem Kriegsfilm, sondern Propaganda im iranischen Staatsfernsehen.
Es ist eine Inszenierung, die bewusst martialisch wirkt: Moderatoren mit Sturmgewehren, Soldaten im Studio, eine Kulisse, die Krieg und Mobilisierung zeigen soll. In mehreren Sendungen des iranischen Staatsfernsehens wurden zuletzt Waffen vorgeführt. Nach Angaben von Iran International erklärten TV-Moderatoren dabei, sie würden grundlegenden Umgang mit Waffen lernen – und sich dem Krieg anschließen, falls es notwendig werde.
In einer anderen Sendung hält eine verschleierte Moderatorin ein Sturmgewehr in die Kamera und erklärt ihre Opferbereitschaft. Auf dem Vanak-Platz in Teheran sollen Regimeanhänger zudem öffentlich von Soldaten lernen können, wie man Waffen einsetzt, wird verkündet.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











