Die deutschen Autobauer befinden sich in einer Krise, deren Ausmaß kaum noch in Worte zu fassen ist. Ein Blick auf die Geschäftszahlen für 2025 genügt – und es wird einem schwindelig: Bei Volkswagen halbierte sich der Gewinn im Vergleich zu 2024. Mercedes-Benz erwirtschaftete 57 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei Porsche brach der Gewinn sogar um drastische 98 Prozent ein (mehr dazu hier).
Am Ende trifft das vor allem die Beschäftigten. Denn um wieder profitabler zu werden, greifen die Hersteller zu strikten Sparprogrammen, die mit massiven Stellenstreichungen einhergehen. Allein in den nächsten paar Jahren könnten mehr als Hunderttausend Jobs in der Automobilindustrie wegfallen.
Am radikalsten will Volkswagen kürzen. Wie Konzernchef Oliver Blume kürzlich in einem Brief an die Aktionäre deutlich machte, sollen bis 2030 insgesamt 50.000 Jobs in Deutschland wegfallen. Das ist eine deutliche Ausweitung der ursprünglichen Pläne. Ende 2024 war man in Wolfsburg noch davon ausgegangen, dass etwa 35.000 Stellen in Deutschland gestrichen werden.
Der Großteil der Kürzungen soll auf die Kernmarke VW entfallen. 7.500 Jobs sollen laut der Deutschen Welle bei Audi wegfallen, bei Porsche 3.900 – inklusive Leiharbeitern. Insgesamt beschäftigt Volkswagen in Deutschland derzeit rund 293.000 Mitarbeiter.
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