Ein an Schizophrenie erkrankter Schwarzer soll in England nicht zwangseingewiesen worden sein, weil er schwarz ist. Später tötete er drei Menschen. Auch die Polizei habe nach den ersten beiden Morden zu zögerlich reagiert und so den dritten nicht verhindert. Angesichts dieser Vorwürfe gibt es nun eine Untersuchung gegen medizinisches Personal und Polizisten, wie The Guardian berichtet. Auf Drängen der Familien der Opfer hatte Keir Starmer 2025 eine öffentliche Untersuchung angeordnet.
2020 kam es zum ersten Vorfall. Valdo Calocane trat und schlug gegen die Wohnungstür eines Studenten in einem Studentenwohnheim. Zu dieser Zeit war er an der University of Nottingham eingeschrieben. Daraufhin wurde er verhaftet. Bei einer Untersuchung beschrieb Calocane, dass er Stimmen höre. Ihm wurde eine Psychose aufgrund von Prüfungsstress und Schlafmangel diagnostiziert.
Ein beteiligter Arzt wollte den Mann einweisen lassen, da es sich um seine erste Psychose handelte und seine Risikovorgeschichte unbekannt sei. Ein Team von Fachleuten für psychische Gesundheit berücksichtigte jedoch Forschungsergebnisse, die die überproportionale Vertretung junger schwarzer Männer in Haft untersuchten, und entschied dagegen – weil angeblich systemischer Rassismus für diese Überrepräsentation verantwortlich sei, ließ man den psychisch kranken Mann frei. Stattdessen sollte Calocane täglich mit Beratern reden und in ein Krankenhaus eingewiesen werden, wenn es zu Problemen käme. Auch der Protest der Mutter des psychisch Kranken, die ihren Sohn als nicht gesund und gefährlich einschätzte, blieb ungehört.
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