Satirepartei stellt unwissende Rentner in NRW als Kandidaten auf – Frist zum Rückzug abgelaufen

vor 11 Monaten

Satirepartei stellt unwissende Rentner in NRW als Kandidaten auf – Frist zum Rückzug abgelaufen
Bildquelle: NiUS

Die Stimmzettel sind gedruckt, Änderungen für die Kommunalwahl am 14. September in Nordrhein-Westfalen sind nicht mehr möglich. Sehr zum Ärger von zahlreichen Menschen in der Stadt Löhne (Kreis Herford): Laut der Neuen Westfälischen hat die Satirepartei „Die Partei“ in mindestens elf von 22 Wahlbezirken Ratskandidaten aufgestellt, die erst durch die Berichterstattung der Lokalmedien davon erfuhren. Ein entsprechendes Dokument dafür sollen alle Bewerber angeblich unterschrieben haben.

Das Ehepaar Carola und Klaus-Dieter Klein (69, 71) zeigten sich von ihrer Kandidatur für den Rat überrascht. Dem WDR sagten sie, dass sie politisch gar nicht aktiv seien. Die offiziellen Wahllisten sind auf der Homepage der Stadt einsehbar. Dort ist auch das Ehepaar unter den Kandidaten erwähnt, inklusive Mailadresse. „Wir haben überhaupt keinen Computer“, sagt Carola Klein.

Bereits am 10. Juli tagte der Wahlausschuss der Stadt Löhne und winkte fast alle Kandidatenvorschläge der Parteien durch. „Danach ist ein Rücktritt nicht mehr möglich“, sagt Stadtsprecherin Ursula Nolting der Neuen Westfälischen. Eine Sprecherin der Landeswahlleitung sagte: „Die Vorschrift räumt den Kandidaten ein Vorstellungsrecht ein, dieses muss jedoch nicht wahrgenommen werden“. Ohne das Wissen der Kandidaten war eine persönliche Vorstellung auch kaum möglich.

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