Die anhaltende Zuwanderungswelle, die Deutschland erfasst hat, in Kombination mit dem unzureichenden Neubau von Wohnungen, sorgt für einen erheblichen Nachfrageüberhang auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Für Bürger wird es dadurch immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Die Zahlen, die der Sachverständigenrat für Integration und Migration in seinem am Dienstag veröffentlichten Jahresgutachten präsentiert hat, sind eindeutig: Ende 2024 lebten in Deutschland rund 83,6 Millionen Menschen – das sind 3,8 Millionen mehr als noch Ende 1989. Laut dem SVR ist dieses Bevölkerungswachstum ausschließlich auf Zuwanderung aus der Europäischen Union sowie aus Drittstaaten zurückzuführen. Problematisch ist jedoch, dass das Wohnraumangebot mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten hat – insbesondere in Ballungsräumen und wirtschaftsstarken Regionen.
In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland immer weniger Wohnungen fertiggestellt. Obwohl die Ampelkoalition den Bau von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr als festes Ziel im Koalitionsvertrag verankert hatte, wurde diese Vorgabe in keinem einzigen Jahr ihrer Legislaturperiode erreicht.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











