Sachsen plante sehr wohl, Quarantäne-Verweigerer in eine Psychiatrie einzusperren

vor etwa 2 Monaten

Sachsen plante sehr wohl, Quarantäne-Verweigerer in eine Psychiatrie einzusperren
Bildquelle: NiUS

Ein Dokument erschüttert erneut die offizielle Darstellung der Corona-Jahre: Entgegen späterer Dementis plante das sächsische Gesundheitsministerium tatsächlich die Unterbringung von Quarantäne-Verweigerern in einer psychiatrischen Einrichtung. Die interne Verfahrensanweisung des Sächsischen Krankenhauses Arnsdorf, einer Psychiatrie, sieht Polizeibewachung und potenziell psychiatrische Maßnahmen vor – selbst für positiv Getestete ohne Symptome. Ans Licht kam das brisante Dokument durch die Journalistin Claudia Jaworski, die auf ihrem YouTube-Kanal Reportagen zur Aufarbeitung der Corona-Politik veröffentlicht und aktuell aus dem Corona-Untersuchungsausschuss im sächsischen Landtag berichtet.

April 2020: Die Maßnahmenpolitik gegen das Corona-Virus nimmt Fahrt auf – besonders in Sachsen. Hier musste vorübergehend „mit harten Strafen rechnen“, wer positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, sich aber nicht an die Quarantäne zu Hause hielt. Das Bundesland, so vermeldete die Welt seinerzeit, „hat knapp zwei Dutzend Zimmer in psychiatrischen Kliniken freigeräumt, in denen Unbelehrbare von der Polizei bewacht werden sollen.“ Die Zeitung berief sich damals auf einen Bericht des MDR, der sich wiederum auf eine Anfrage beim Sozialministerium des Landes stützte. Doch diese Pläne soll es nie gegeben haben, behauptet die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD):

„Es war NIE geplant, Quarantäneverweigerer in die Psychiatrie einzuweisen oder zu sperren. Zu keiner Zeit. Solche Meldungen und Screenshots basieren auf einer verleumderischen Falschmeldung.“

Dass das nicht stimmt, beweist ein brisantes Dokument, das dank der Reporterin Claudia Jaworski ans Licht gekommen ist. Sie berichtet bis heute unermüdlich zur Aufarbeitung der Corona-Jahre – aus Gerichten und aktuell aus dem Untersuchungsausschuss im sächsischen Landtag. Hier ist das Thema „Internierungspläne für Quarantäne-Verweigerer“ kürzlich hochgekocht. NIUS hat für diesen Artikel mit der Journalistin kooperiert.

Ihren eigenen Bericht sehen Sie hier auf ihrem YouTube-Kanal:

Bemerkenswert: Selbst in einem zur Aufarbeitung vorgesehenen Corona-Untersuchungsausschuss des sächsischen Landtags – konkret im Rahmen der Befragung des Chemieanalytikers Jörg Matysik – zogen CDU-Abgeordnete als Vertreter der damaligen Regierungsfraktion die Internierungspläne noch in Zweifel, wie das obige Video von Claudia Jaworski protokolliert.

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