Vor der Landtagswahl im Herbst sorgt eine von der linkennahen Rosa-Luxemburg-Stiftung beauftragte und ausgewertete Umfrage für politische Brisanz in Sachsen-Anhalt. Die Ergebnisse der Erhebung des Instituts Verian, über die zunächst der Spiegel berichtet hat, zeigen ein uneinheitliches Stimmungsbild: Zwar ist eine Koalition aus CDU und AfD unter den abgefragten Optionen die relativ beliebteste – zugleich favorisieren große Teile der Wählerschaft eine Zusammenarbeit zwischen CDU und den Linken.
Konkret sprechen sich 35 Prozent der Befragten für eine Koalition aus CDU und AfD aus. Damit liegt dieses Bündnis vor allen anderen abgefragten Optionen, erreicht jedoch keine absolute Mehrheit. Weitere Modelle schneiden ähnlich schwach ab: 33 Prozent befürworten eine Koalition aus CDU, SPD und BSW, während 30 Prozent eine CDU-Minderheitsregierung favorisieren, die von der AfD toleriert wird. Ebenso viele lehnen alle genannten Optionen grundsätzlich ab. Die Zahlen verdeutlichen ein zersplittertes Meinungsbild: „Keine der abgefragten Optionen erreicht mehr als knapp ein Drittel an Zustimmung“, heißt es von den Autoren der unter dem Titel „Rechte Mehrheiten verhindern – aber wie?“ veröffentlichten Studie.
Zwar sprechen sich 73 Prozent der AfD-Wähler für eine gemeinsame Regierung mit der CDU aus. Doch unabhängig davon und von der relativen Stärke eines CDU-AfD-Bündnisses ergibt sich aus der Gesamtbetrachtung ein anderes Bild. „Trotz hoher Umfrage- und Zustimmungswerte der AfD wollen die Wähler in Sachsen-Anhalt mehrheitlich keine AfD an der Regierung“, schreiben die beiden Autoren, die selbst Linken-Parteimitglieder sind.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











