Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat sich in die „Stadtbild“-Debatte rund um die Äußerungen von Friedrich Merz eingeschaltet. Im Interview mit Welt warf der SPD-Politiker, der seit 2019 das Land Bremen regiert, dem Bundeskanzler Spaltung und Verkürzungen vor.
„Wenn wir die Probleme, die wir in unseren Innenstädten zweifellos haben, allein mit dem Thema Migration verknüpfen, dann machen wir eine bestimmte soziale Gruppe zum Sündenbock“, warnte Bovenschulte. „Das spaltet, ist sachlich falsch und trägt nichts zur Lösung bei.“
Gleichzeitig erklärte der Bürgermeister, man müsse Probleme benennen. „Richtig wäre: sagen, wo es konkret hakt – und dann handeln.“ Dies würde Bremen auch tun, erläuterte er. Ulrich Mäurer, ebenfalls SPD-Politiker und langjähriger Innensenator der Hansestadt, hatte Mitte Oktober im Interview mit dem Weser-Kurier ein wenig wie Merz gesprochen – und einen Zusammenhang zwischen Straßenkriminalität und Migration hergestellt.
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